Terminmanagement - eÖGD

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Gesundheitsamt München

Terminmanagement
Terminmanagement-Systeme im öffentlichen Gesundheitsdienst (TMS)
Elektronische Terminvereinbarungen gehören zu den „big four“ von  eGovernment-Lösungen in den Gesundheitsämtern. Download-Funktionen,  geographische Informationssysteme und Gesundheit-Datenbanken haben  bereits die Internet-Welt des öffentlichen Gesundheitsdienstes  reformiert. Terminmanagement-Systeme, abgekürzt TMS, gehören dagegen  sogar bereits zum Web-Standard eines renommierten Gesundheitsamtes.
Was versteht man unter dem Begriff Terminmanagement-System?
In der rudimentären Form erlaubt hierbei ein spezielles Programm die  Auswahl und Reservierung eines Termins über die Webseite des  Gesundheitsamtes. Hierzu stellt das Amt belegbare Zeiten ein, aus  welchen der Bürger zu Hause oder am Arbeitsplatz ein Zeitkontingent für  seine Belange auswählen kann.

In Frage kommen hierbei vor allem Dienstleistungen, die eine Eigeninitiative beim Kunden voraussetzen. Aufgabenfelder sind somit  beispielsweise die Teilnahme an Hygienebelehrungen, Durchführung von  Gelbfieberimpfungen, Beratungsgespräche zu sexuellen übertragbaren  Erkrankungen oder Vornahme von HIV-Tests.
Besteht ein solches Angebot digitaler Natur noch nicht, kann sich ein  Gesundheitsamt zunächst eines externen Moduls bedienen. Entsprechender  Programmteile lassen sich schnell und unproblematisch in den eigenen  Webauftritt integrieren und sorgen dafür, dass der Bürger eine  entsprechende Auswahlfunktion wahrnehmen kann und bei Selektion des gewünschten Termins das entsprechende Zeitbudget in der vorgesehenen  Sprechstunde reserviert wird.

Die meisten Ämter haben jedoch inzwischen eigene Lösungen entwickelt, die als Zusatzfunktion auch die Eingabe entsprechender Personaldaten  vorsehen. Mit Ausnahme der anonymisierten Anmeldung für einen HIV-Test erleichtert die vorherige Eingabe der Personaldaten natürlich das  weitere Datenhandling im Amt. Wie in vielen anderen Bereichen üblich, gibt nun der Bürger seine Angaben elektronisch ein, was in der Regel zum  einen fehlerfrei passiert und zum andern zur Entlastung der  Verwaltungsfachkraft führt. Aus den externen eingegebenen Daten kann das  Gesundheitsamt weitere Verwaltungsabläufe in Gang bringen. Bei der  Hygienebelehrung werden nun Teilnahmebescheinigungen und Einverständniserklärungen generiert. Daten zur Anmeldung bei Impfungen  dienen dem Ausdruck von Anwesenheitsbescheinigungen, Kostenübernahmeerklärungen für Krankenkassen personalisierten Impfplänen  und Erstellung von Rechnungen.
Voraussetzung ist natürlich die  geschützte, gesetzeskonforme Datenübermittlung. Diese wird auch für den  Außenstehenden erkennbar, wenn es sich bei der angewählten URL um einen https-Server (Lübeck) handelt.
Sozusagen als Abfallprodukt lassen sich Terminauslastung und Fallzahlen analysieren, womit ohne Mehraufwand ein Controlling-Instrument realisiert werden würde.
In einem weiteren Schritt sind bei einzelnen Terminmanagementsystemen  auch Bezahl-Funktionen integriert. Die Gebühr für eine Hygienebelehrung  in Höhe von 20-30 Euro lässt sich so vorab überweisen. Auch kann eine  Kassenkarte für den Bezahlautomaten für die Belehrung oder Impfung aus den vorhandenen Daten generiert werden, womit der Proband den fälligen  Betrag umgehend vor Ort entrichten kann.

Es bedarf keiner besonderen Sachverstandes, um den oben beschriebenen Terminmanagementsystemen eine große Zukunft voraussagen zu können.

Perspektivisch sind die Gesundheitsämter gehalten, ihre Sprechstunden  auch flexibler zu organisieren. Noch immer werden Einladungen zu  amtsärztlichen Untersuchungen oder Einschulungsuntersuchungen  schriftlich versandt. Langfristig ist aber eher zu erwarten, dass die  jeweiligen Probanden per E-Mail über die Möglichkeit einer  Terminreservierung informiert werden. Dies käme einer großen Entlastung  für den Bürger gleich, der sich nach den eigenen zeitlichen Möglichkeiten dann einen Termin zur Einstellung-Begutachtung oder  Vorstellung des eigenen Kindes zur Einschulungsbegutachtung im Kinder-  und Jugendärztlichen Gesundheitsdienst aussuchen kann.

Nachfolgend aktuelle Beispiele aus fortschrittlichen Gesundheitsämtern:
Addendum
Total Recall
....heißt ein Science-Fiction-Streifen, der zur Legende geworden ist. Recallsysteme in der Medizin eröffnen Ärzten die Möglichkeit, ihre Patienten an bestimmte Termine zu erinnern, z. B. Vorsorge- und Impfangebote.
Die meisten von uns werden daher schon einmal von ihrem Zahnarzt oder Hausarzt schriftlich an eine erforderliche Impfung erinnert worden sein. Die Gefühle sind bei Eintreffen des Briefes vielleicht gemischt. Sicher, man hat seinerzeit in der Praxis seiner Einwilligung zur Benachrichtigung gegeben, aber muss denn dieser sanfte Hinweis auf die noch ausstehende Tetanus-, Diphterie- und Keuchhustenimpfung ausgerechnet jetzt kommen? Selbst wenn also das Schreiben zunächst reserviert aufgenommen wird, folgen mehr als 93 % der Adressaten der Empfehlung. Liegt es dann nicht nahe, über die Gesundheitsämter bestimmte Zielgruppen zu Präventivleistungen zu animieren?
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